Kinderschutz gehört zu unserem Selbstverständnis. Kinder und Jugendliche sollen sich bei uns sicher fühlen – im Unterricht, in den Pausen und in allen Begegnungen. Damit das gelingt, braucht es Aufmerksamkeit, Wissen und eine gemeinsame Haltung. Deshalb haben alle Mitarbeitenden der FES Schulen an einer Kinderschutz-Schulung teilgenommen. Referent war Dr. Markus Wegenke, Sozialarbeiter und Arzt vom Freiburger Zentru für Kinder- und Jugendhilfe, der seit vielen Jahren im Bereich Kinderschutz und Prävention tätig ist. Die Schulung am vergangenen Donnerstag fand in der Stami Lörrach statt und wurde in die weiter weg liegenden Standorte übertragen.
Offen hinschauen und sprachfähig werden
In der Schulung ging es um Themen, die nicht leicht sind, die aber nicht ausgeklammert werden dürfen: Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und Übergriffe. Dr. Wegenke hat fachliche Grundlagen vermittelt und dabei immer wieder den Bezug zu unserem schulischen Alltag hergestellt. Woran erkennen wir problematische Situationen? Wie reagieren wir angemessen? Und an wen wenden wir uns, wenn wir unsicher sind?
Besonders wertvoll war der offene Austausch. Fragen, Rückmeldungen und persönliche Erfahrungen hatten Platz. Das hat gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam sprachfähig zu werden und nicht wegzuschauen.
Ein zentraler Gedanke der Schulung war: Kinderschutz ist keine Aufgabe Einzelner, sondern Verantwortung des gesamten Teams. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter – unabhängig von Rolle oder Arbeitsbereich – trägt dazu bei, dass Schule ein sicherer Ort bleibt. Eine achtsame Haltung, klare Absprachen und gegenseitiges Vertrauen sind dafür entscheidend.
Auf dem Weg zu einem Gewalt-Schutzkonzept für die Schulen
Parallel zur Schulung wird bereits an einem Gewalt-Schutzkonzept für die FES Schulen inklusive aller Abteilungen gearbeitet. Während unsere FES Kitas schon seit Längerem mit einem Schutzkonzept arbeiten, wird dieses nun für den Schulbereich weiterentwickelt. Die Schulung mit Dr. Wegenke ist dabei ein wichtiger Baustein. Uns ist besonders wichtig, dass dieses Konzept gemeinsam entsteht. Nur wenn viele Perspektiven einfließen und alle Mitarbeitenden beteiligt sind, kann ein Schutzkonzept im Alltag wirklich tragen und gelebt werden.
Ein gemeinsamer Weg
Die Schulung und die laufende Arbeit am Gewalt-Schutzkonzept sind für uns ein wichtiger Schritt. Sie machen deutlich: Wir schauen hin, wir lernen dazu und wir übernehmen gemeinsam Verantwortung – für die Kinder und Jugendlichen, die uns anvertraut sind, und für eine Schulkultur, die Sicherheit und Vertrauen fördert.
Claudia Schäfer
Abteilungsleiterin Kommunikation