19. Juni 2026

Ein Koffer voller Erinnerungen

Schüleraustausch in Sens:

Zwischen Keksen zum Frühstück und Berlinern zum Abendessen: Unsere Tage in Sens als Französischkurse der J1 waren unvergesslich. Kulturschock hin oder her, letztendlich bleiben neue Freundschaften und viele Erinnerungen, wie Touristen in Paris, zu denen unter anderem auch wir selbst gezählt haben. Doch erst mal von Anfang an:

Am Donnerstag, den 26.02.2026, sind wir – 17 Schüler/innen der FES – zusammen mit unseren Lehrkräften Frau Müh und Herrn Mross mit dem Zug nach Sens gefahren. Nachdem wir von unseren Gastfamilien am Bahnhof freundlich empfangen wurden, galt es wohl als Herausforderung, die erste Nacht hinter sich zu bringen. Denn den Beginn des Austausches begleiteten viele Ängste. Einige Schüler waren allein in den Familien, weit außerhalb von Sens, andere konnten Französisch nur sehr brüchig sprechen. Allgemein war die Stimmung daher angespannt, doch lockerte sich diese über die Tage. Denn das Verstehen der Sprache wurde zum Glück immer einfacher und die Sätze klangen nicht mehr so wirr, als hätte man sie aus einer Buchstabensuppe gefischt. Nach der Woche haben sich alle Schüler sicherer in ihrem Französisch und der Kommunikation mit den Familien gefühlt, also war der Austausch schon rein sprachlich ein Erfolg.

Schöne Erinnerungen entstanden auch außerhalb der Familien, bei unseren Tagesaktivitäten.

Am Freitag besichtigten wir mit einigen Schülern des Lycée Saint-Étienne, unserer Partnerschule aus Sens, das wunderschöne Schloss Fontainebleau und konnten uns im Folgenden gemeinsam die gleichnamige Stadt anschauen. Auf der Rückfahrt nach Sens wurden im Bus Spiele gespielt und viel gelacht, was die ersten deutsch- französischen Freundschaften mit sich brachte.

Am Wochenende gab es ein freiwilliges Programm in Sens, das aus einer Stadtrallye bestand. Einige Familien sind mit ihren Gästen in benachbarte Städte oder auch nach Paris gefahren, was am Montag für uns als Kurs ebenfalls auf dem Programm stand.

In Paris besichtigten wir Sehenswürdigkeiten wie den Louvre, die Champs-Élysées, den Arc de Triomphe und den Eiffelturm, wo wir Zeit hatten, um zwischen den anderen Touristen ebenfalls schöne Bilder zu machen. Danach konnten wir in unserer Freizeit shoppen, verschiedenes Essen probieren und uns in die Stadt der Liebe verlieben.

Die letzten beiden Tage unserer Fahrt, Dienstag und Mittwoch, verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern in der Schule und besichtigten das beeindruckende Rathaus von Sens, wo vor allem die großen Kronleuchter und die auffälligen Deckenbemalungen ins Auge fielen. In der Schule sammelten wir verschiedenste Eindrücke von Lehrern und Schülern, zudem war es interessant zu sehen, wie viel man doch von der Sprache verstehen konnte.

Unsere Gastfamilien waren alle sehr verschieden mit den für uns unbekanntesten Gewohnheiten, was Essen, Privatsphäre oder Stromverbrauch angeht, was einige lustige Geschichten für die Rückfahrt mit sich brachte. Und doch haben sich die meisten Schüler nach einer Woche sehr gut mit der Gastfamilie und den Austauschülern verstanden, was den Abschied am Mittwochmittag nicht unbedingt einfach machte.

In unseren riesigen Koffern, die wir nur schwer im TGV unterbringen konnten, nahmen wir also eine Menge schöne Erinnerung nach Hause mit und blicken lächelnd auf die Zeit in Sens zurück.

Jette Volkermann
Schülerin der Jahrgangsstufe 1